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Der Atem – Wunder des Lebens

Der nachfolgende Artikel von mir erschien in den Zeitschriften „Lebens-t-räume“ und „Fliege Magazin“, Ausgabe September 2015:

 

„Atem ist eine führende Kraft in uns,

Atem ist Urgrund und Rhythmus des Lebens,

Atem – ein Weg zum Sein!“ 

                                                      Prof. Ilse Middendorf

Wie viele Atemzüge pro Tag machen Sie eigentlich? Das wissen Sie nicht? Nun, dann ergeht es Ihnen wie den meisten von uns: Wir atmen unbewusst und machen uns über unseren Atem keinerlei Gedanken. Zumindest nicht, solange wir vital und in einer gesundheitlich guten Verfassung sind. Meist erst dann, wenn wir mit Krankheit oder gar Tod konfrontiert werden, tritt die Erkenntnis in unser Bewusstsein, daß das Leben  untrennbar mit dem Atem verbunden ist: ATEM bedeutet LEBEN!

Dabei wussten bereits alle alten Hochkulturen um die Heilkraft des Atems und seine ungeheuere Bedeutung für den Menschen. Und zwar nicht nur im körperlichen Sinne. Denn wenn der Mensch sich seiner selbst bewusst wird, stellt er sich die Frage „Wer bin ich?“ Und die Suche nach einer Antwort führt unweigerlich zum Atem und danach zu der ihm innewohnenden feinstofflichen Ebene des Seins: dem Ton.

Ist es Ihnen bewusst, dass Sie mit jedem Atemzug tönen, auch wenn es den Ohren nicht möglich ist, diese feinsten Frequenzen zu hören?

Atem, Stimme und Ton – diese drei sind untrennbar miteinander verbunden! Wird doch jedes Wort, das wir sagen, mit dem Ausatmen in die Welt gegeben. Und der persönliche Grundton, unser energetischer „Fingerabdruck“, schwingt nicht nur in unserer Stimme, sondern er ist bereits im Klang unseres Atems enthalten. Auf diese Weise ist unser Atem über das Resonanzprinzip unweigerlich mit allem verbunden, was tönt und klingt – also mit der gesamten Schöpfung! Und mit jedem Atemzug geben wir somit Kunde von unserem individuellen Sein und unserer gegenwärtigen Befindlichkeit: Ob wir das nun wollen, oder nicht – es geschieht!

Die Alten und Weisen des Ostens lauschten dem Atem einst das Mantra „So Ham“ ab, wobei „So“ als Keimsilbe des Einatmens und „Ham“ als Urlaut des Ausatmens steht. Es gilt als heiliges Mantra vieler bedeutender Yogis und ist nach dem AUM/OM das wichtigste Mantra überhaupt. „So“ bedeutet „Er/Sie/Es“ als Symbol des allgegenwärtigen Göttlichen. „Ham“ bedeutet „Ich“ und symbolisiert unsere menschliche Existenz in all ihren Facetten. Und so verbinden wir uns mit dem Göttlichen durch jeden einzelnen Atemzug indem unser Atem stetig das Mantra „So Ham“ in die Welt tönt: „ER/SIE/ES (ist) ICH, ICH (bin) ER/SIE/ES“. Vollkommen unabhängig, an welchen Gott wir nun glauben oder ob wir überhaupt an einen Gott glauben: Jeder unserer Atemzüge kennzeichnet uns als ein geistiges Wesen und verbindet uns mit jener göttlichen Kraft, die uns das Leben geschenkt hat.

Ach, und übrigens: Ungefähr 26.000 Mal am Tag tönen wir das Mantra „So Ham“ in die Welt, denn so viele Atemzüge macht ein Mensch durchschnittlich pro Tag. Wäre es also jetzt nicht einmal an der Zeit, sich mit dem eigenen, klingenden Phänomen intensiver auseinander zu setzen?

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(Anmerkung: „Das Mantra „So Ham“ habe ich vertont und veröffentlich auf meiner Meditations-CD „Öffne Dich und singe!“ Es kann als Download erworben werden unter https://itunes.apple.com/de/album/o-ffne-dich-und-singe/1258089828 )

Was ist NADA YOGA?

„Nada“ (sanskr.) bedeutet „Ton, Klang, Schrei, Laut, Geräusch, Schall“ und „Yoga“ heißt schlichtweg „Vereinigung, Verbindung“. Auf dem Weg des Yoga vereinigt man den materiellen Körper mit der geistigen Dimension des Seins.

Praktiziert man „Hatha Yoga“, findet diese Vereinigung mittels spezieller Körperübungen statt. Praktiziert man hingegen „Nada Yoga“, erfolgt diese Vereinigung durch Ton und Klang.

Den Rishis (= Seher oder mystische Weise im Hinduismus) war die Kraft von Tönen sehr wohl bekannt. Sie hielten ihr Wissen verschlüsselt fest in den Veden, den ältesten, bekannten Schriften der Menschheit. Dort wird berichtet von einer Technik, höchste Erleuchtung zu erfahren durch Ton und Klang. Diese Technik nannte man Nada Yoga.

Bei der Praxis von Nada Yoga werden fünf wesentliche Komponenten miteinander in Einklang gebracht: Stimme, Frequenz, Bewusstsein, Rhythmus und Atem. Dabei wird Ton stets in unmittelbare Verbindung mit dem physischen Körper gebracht, was jedoch eine Kenntnis um den persönlichen Grundton des Praktizierenden voraussetzt. Nur so kann sich die volle Wirkung von Nada Yoga entfalten.

Basis von Nada Yoga sind selbst erzeugte Töne, die am Körper erfahrbar werden. Dabei produziert man den Ton entweder im „Ahata“ (Sanskrit = „zum Klingen bringen“), also im stimmhaften Zustand oder im „Anahata“ (Sanskrit = „nicht angeschlagener, innerer Klang“), im äußerlich zwar unhörbaren, aber innerlich wahrnehmbaren Zustand.

Das Instrument des Nada Yoga ist die in der Indischen Musik als „Königin aller Instrumente“ bezeichnete, menschliche Stimme. Ein Praktizierender führt sich auf diesem Weg genau jenes Maß an Ton und Intensität zu, wie es für ihn verträglich ist – nicht zu viel und nicht zu wenig. Jede Form von „Fremdeinwirkung“ auf den Körper mittels aufgesetzter Instrumente (Stimmgabeln, Klangschalen, Monochord etc.) kann dieses Maß über- oder unterschreiten und ist in ihrer Wirkung folglich nicht exakt dosierbar.

Nada Yoga unterscheidet sich von vielen anderen Möglichkeiten der Klangheilung durch die Frequenzgenauigkeit. Es werden nicht einfach „irgendwelche“ Töne willkürlich verwendet, sondern man übt gezielt mittels jener Frequenzen, die der im Rahmen einer Grundtonbestimmung ermittelte, persönliche Grundton für jeden Menschen individuell festlegt. Die Lehre über den klingenden Aufbau des Menschen ist zentraler Bestandteil des Nada Yoga.

Eine der wesentlichen Komponenten, die ein „Nadopasaka“ (= einer, der den Ton verehrt) in seine Nada Yoga Praxis einbeziehen sollte, ist Bewusstsein. Gemäß dem Gesetz „Die Energie folgt der Aufmerksamkeit“, werden in einem Akt von hoher Konzentration Töne mittels Bewusstsein gezielt an bestimmte Körperpunkte gelenkt. Die stimmlich erzeugte Frequenz vereinigt sich mit der natürlichen Frequenz an diesen Körperpunkten und verstärkt so die Intensität der Töne. So können wir Töne am Körper direkt spüren, ihre Wirkungsweise kann unmittelbar erfahren werden.

Wie in jeder Form von Yogapraxis ist auch im Nada Yoga der Atem ein zentraler Bestandteil. Die indische Philosopie geht davon aus, dass unser gesamter Körper mit allen seinen umliegenden Energiekörpern von feinstofflichen Kanälen durchzogen wird, welche die Inder als „Nadis“ bezeichnen. Mit jedem Atemzug nehmen wir Pranaenergie = Lebenskraft auf, die sich in einem System von 72.000 Nadis im gesamten Körper verteilt. Mittels bestimmter Atemübungen, im Yoga „Pranayama“ genannt, versucht man Kontrolle über diese Lebensenergie zu erhalten. Ein „Nadi“ ist jedoch auch Kanal für „Nada“, den Ton. Mit der Stimme erzeugte Töne öffnen und aktivieren durch Vibration im Körper die Nadis, damit Prana ungehindert durch sie fließen kann.

Die in alter Zeit stets geheim gehaltene Lehre des Rhythmus, ist die fünfte der Säulen, auf denen die Praxis des Nada Yoga ruht. Der Umgang mit den Rhythmuselementen fördert unsere Fähigkeit zu logischer Konsequenz: So wie verschachtelte Rhythmen sich logisch wieder auflösen lassen, so finden sich auch gezielt Wege heraus aus Krisensituationen. Rhythmusübungen fordern die Konzentration in einem hohen Maß, lenken von emotionalen Empfindungen ab und klären so unseren Geist. Durch Rhythmusübungen lassen sich Gefühlsschwankungen leichter harmonisieren und „Verknotungen“ im Denken unbewusst und einfach lösen.

Nada Yoga bildet ein stabiles Fundament für eine gesunde Persönlichkeitsentwicklung – Hilfe zur Selbsthilfe (lat. „personare“ = hindurchklingen). Es ist eine einfache und jederzeit verfügbare Methode zur Harmonisierung von Körper, Geist und Seele: Gleich einem Instrument kann der Praktizierende sich überall und jederzeit selbst „stimmen“ um schnell und unkompliziert „in seine Mitte zu kommen“, d.h. einen ausgeglichenen und natürlichen Gemütszustand herzustellen. Die Stärken einer Persönlichkeit treten bei konstanter Praxis mehr und mehr in den Vordergrund während Schwächen zunehmend abgemildert werden bis hin zum völligen Verschwinden von Blockaden und alten Störungsmustern. Töne regen die Selbstheilungsmechanismen des Körpers stark an, klären den Geist und haben ordnende Wirkung auf den gesamten Organismus.

Interessantes aus der Stimmforschung

Hier findet Ihr einen Artikel zu diesem Thema, der 2013 im Zeit Magazin Wissen veröffentlicht wurde. Er ist ein wunderbares Hintergrundmaterial zum besseren Verständnis der Bedeutung der Stimme für uns Menschen. Der Artikel spricht mir geradezu aus der Seele, denn bei einer Grundtonbestimmung ist ja nicht der INHALT des Gesagten ausschlaggebend, sondern einzig und allein die in der Stimme schwingenden FREQUENZEN! Denn Worte können lügen – aber die Stimme lügt nicht!

Den Artikel findet Ihr hier:

https://nada-yoga-academy.com/wp-content/uploads/2018/07/Stimmforschung-Der-Klang-der-Seele-ZEIT-ONLINE.pdf

Über Eure Kommentare dazu würde ich mich freuen!

SOUND AND SILENCE – Basisseminar Nada Yoga vom 4.-14. März 2019 in Bali

Dieses Seminar beinhaltet das alte Wissen um die Wirkungsweise der Töne. Es bezieht die Erfahrung von Stille mit ein, die in weltweit einzigartiger Weise in Bali am Nyepi Day, dem Tag des Balinesischen Neujahrs, während des Seminars erlebt werden kann!

Unsere Stimme bildet eine der ältesten Quellen innerer Kraft, die wir Menschen haben. Sie kann uns in kürzester Zeit in EinKLANG mit uns selbst bringen, denn Töne haben nachweislich ordnende Wirkungauf Körper, Geist und Seele.

Unsere Stimme, klingender Ausdruck unseres Atems, ist das uns natürlich innewohnende Instrument dazu. Jede Stimme ist einmalig und unverwechselbar. Sie verrät untrüglich jede unserer Emotionen.

Sogar unser persönlicher Grundton, dessenKenntnis Voraussetzung für Nada Yogaist, lässt sich in der Stimme ermitteln. Ihn zu kennen und anwenden zu können, ist ein kostbares Geschenk für unser ganzes Leben, denn er zentriert unsere Persönlichkeit, bringt Ruhe und Selbstvertrauen, fördert das allgemeine Wohlbefindenund lässt unsere Lebensenergiefrei fließen! Dieses Seminar gibt Dir die Möglichkeit, Deinen persönlichen Grundton kennen zu lernen und auch damit zu arbeiten.

Weitere Informationen zu Bali unter www.Paradiesblog.de

Ein Seminarangebot der Nada Yoga Academy, Antje Nagula


Seminarsprache: Deutsch

Seminargebühr: 680 € inkl. individueller Grundtonbestimmung (Einzelsitzung ca. 2 Stunden), Transfers und Eintrittspreise während des Seminars, Seminarunterlagen
Wer seinen Grundton bereits kennt, für den reduziert sich der Seminarpreis um 180 € und beträgt dann nur noch 500 €

Im Preis NICHT enthalten: Flug, Flughafentransfers, Übernachtung, Verpflegung (Für Übernachtung und Verpflegung bitte Kontakt direkt mit dem Seminarhotel Holiway Garden Resort and Spa aufnehmen (Stichwort „Nada Yoga Academy“)

Anmeldung: Bitte per Mail an info@abwun-music.de

Anmeldeformular Sound and Silence hier zum Download als pdf.Datei

Veranstaltungsort: 

Holiway Garden Resort & SPA Bali
81173 Tejakula, Buleleng
Jl. Segara Benben, Desa Sambirenteng
Bali, Indonesien

Tel. & Fax: +62 362 3436 365
Mobile: +62 81 236 035 703
Mail: office@holiway.net

Seminarleitung: Antje Nagula

Es wird empfohlen, im Anschluss an das Seminar nach Möglichkeit noch ein paar Urlaubstage anzuhängen, um die Schönheit dieses Ortes und der Trauminsel Bali zu genießen und das Seminar dort noch etwas nachwirken zu lassen.

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VORLÄUFIGER ABLAUFPLAN (Änderungen vorbehalten!!!)

Montag, 04.03.

Seminareröffnung (je nach Anreise der Teilnehmer Vor- oder Nachmittag),

Abendmeditation um 17:00 „Öffne Dich und singe!“

Dienstag, 05.03.

Seminartag STIMME, evtl. am Abend Neumondzeremonie im Ortstempel

Mittwoch, 06.03.

Neumond und Tag der Ogoh-Ogoh!

Vormittags Seminareinheit SOUND, Nachmittags Umzug und Ogoh-Ogoh-Fest

Donnerstag, 07.03.

Nyepi Day in Bali, Tag der absoluten Stille – SILENCE DAY

Freitag, 08.03.

Agni Hotra um 06:24 Uhr zum Sonnenaufgang, Seminartag BEWUSSTSEIN

Samstag, 09.03.

Seminartag FREQUENZ

Sonntag, 10.03.

Tag zur freien Verfügung

Montag, 11.03.

Seminartag ATEM

Dienstag, 12.03.

Seminartag RHYTHMUS

Mittwoch, 13.03.

Ausflugstag zu Kraftplätzen in der Umgebung

Donnerstag 14.03.

Seminarabschluß und Agni Hotra um 18:34 Uhr zum Sonnenuntergang

Ton hat ordnende Wirkung


Der Schweizer Dichter und Politiker Gottfried Keller (1819-1890) sagte: „Alles Große und Edle ist einfacher Art.“

Gibt es etwas Einfacheres, als einen Ton? Leise oder laut, erzeugt nur durch die menschliche Stimme,gesummt, gesungen, getönt, gebrummt, gekrächzt, – eben ein einfacher Ton. Schlicht, schnörkellos, analog und kostenfrei. Von den meisten Menschen als nichts Besonderes eingestuft, ja vielleicht sogar als nutzlos tituliert. Nutzlos? Bei weitem nicht!

Dieser einzelne, kleine Ton, den wir mit unserer Stimme aussenden, hat durch das kosmische Gesetz der Resonanz die Kraft, uns mit der gesamten Schöpfung zu verbinden! Mit sichtbaren Welten und mit unsichtbaren Dimensionen. Er bindet uns ein als einen schwingenden Körper innerhalb eines schwingenden Universums, lässt uns als Instrument innerhalb des großen Weltenorchesters fühlen, bringt uns in Resonanz mit gleichschwingenden Phänomenen. Er kann augenblicklich unsere „Stimmung“ verändernund unser schwingendes Energiesystem auf allen Ebenen ordnen. Er teilt dem Universum sowohl von unserer einmaligen, unverwechselbaren Existenz auf Erden als auch unserer wahren Befindlichkeit und dem Wesen unserer individuellen Persönlichkeit mit. So ein einfacher, kleiner Ton ist bei genauer Betrachtung sogar ein wahres Wunderwerk und in der Tat großartig!

Töne haben ordnende Wirkung

Das hat der deutsche Physiker und Astronom Ernst Friedrich Florenz Chladni (1756-1827) eindrucksvoll mit einem simplen Klangexperiment bewiesen. Er streute Sand auf eine frei schwingende Metallplatte und brachte die Platte mittels eines Geigenbogens zum Schwingen. Baut man dieses Experiment in moderner Form nach, verwendet man keinen Geigenbogen mehr, sondern verbindet die Metallplatte mit einem elektronischen Frequenzgenerator. Auf diese Weise kann sie genau bestimmbaren Frequenzen zum Schwingen gebracht werden. Die dabei entstehenden Muster führen uns den Zusammenhang zwischen Schöpfung und Ton bildhaft vor Augen:

Die Chladnischen Klangexperimente zeigen, dass Ton in der Lage ist, Materie in eine geordnete Struktur zu bringen. Wir dürfen davon ausgehen, dass dies für jede Form von Materie gilt, also auch für den menschlichen Körper. Dabei kommt es nicht nur auf die Intensität der Töne an, sondern vor allem auch auf Frequenzgenauigkeit. Wie der menschliche Körper klingt, darüber weiß die Forschung bisher leider nur sehr wenig. Altes Wissen darüber ist nur in der von Sri Vemu Mukunda überlieferten „Nada Brahma Tontherapie“ erhalten. Es bildet die Grundlage für das moderne „Nada Yoga“, worunter wir das Erzeugen von Tönen am Körper mittels der eigenen Stimme verstehen.