Mutmacher des Monats April 2020

Der Weg aus der Krise

Vergleichbar mit unserer derzeitigen Situation, gab es in den späten 20er Jahren des letzten Jahrhunderts eine Weltwirtschaftskrise ungeheueren Ausmasses. Eine der grauenhaftesten Spätfolgen davon war der 2. Weltkrieg und die Erinnerungen an die Erzählungen unserer Eltern oder Großeltern rufen gerade viele Urängste in uns wach. Der Auslöser der damaligen Krise war kein kleiner Virus, sondern ein Börsencrash in New York im Oktober 1929. Der große Wissenschaftler Albert Einstein äußerte sich damals zu diesen Ereignissen und seine Worte haben bis heute NICHTS an Gültigkeit verloren:  

„Wir können nicht davon ausgehen, dass sich Dinge verändern, wenn wir immer dasselbe tun. Eine Krise ist der größte Segen, der einer Person oder einem Land passieren kann, denn sie bringt immer Fortschritt. Die Kreativität entsteht aus der Panik, genauso wie der Tag auf die Dunkelheit der Nacht folgt. 

Krisen gebären Innovationen, Erfindungsgeist und große Strategien. 

Wer eine Krise übersteht, überwindet sich selbst, ohne bezwungen zu werden. 

Wer mit der Krise seine eigene Niederlage erklärt, vergewaltigt sein schöpferisches Potenzial und sucht mehr nach den Problemen, anstatt nach Lösungen. Die eigentliche Krise ist nämlich die Inkompetenz. Die Schwierigkeit für betroffene Personen oder Länder liegt darin, den richtigen Ausweg zu finden.

Ohne Krise gibt es keine Herausforderung und ohne Herausforderung bleibt das Leben im Alltag und in Eintönigkeit stecken. Ohne Krise gibt es keine Verdienste, denn gerade in schwierigen Zeiten kommen die Stärken eines jeden zum Vorschein. Von der Krise zu reden, bedeutet, sie zu fördern. Über sie zu schweigen jedoch, bedeutet der allgemeinen Einschätzung Nahrung zu geben. Besser ist es, hart zu arbeiten.

Beenden wir ein für alle Mal die gefährlichste Krise, deren Tragödie es ist, 

nicht für ihre Überwindung kämpfen zu wollen.” 

„Was? Dieses Szenario von „Kontaktverbot“ soll der größte Segen sein, der uns passieren konnte?“ werden Sie jetzt vielleicht fragen. Und ich rufe Ihnen zu: „Ja! Ist es!“ Oft hatte ich es hier an dieser Stelle schon erwähnt: Es konnte doch einfach nicht so weiter gehen, denn wir haben uns und unsere Welt an den Rand des Abgrunds gebracht. Aber wer sich nicht bewegt, der WIRD eben bewegt! Und wir haben uns leider kaum bewegt … folglich WERDEN wir jetzt bewegt. Weil LEBEN nun einmal Bewegung und Schwingung ist! Und vielleicht ist DAS ja jetzt der erforderliche Anstoß, den jeder Einzelne von uns gebraucht hat, um endlich seine eigene Kraft zu entdecken, sein eigenes Potenzial zu entfalten! Wenn wir nämlich nur angsterfüllt und untätig auf die täglichen Nachrichten und Meldungen starren – kommen wir nicht weiter. Wenn wir weiterhin nur stur auf den eigenen Vorteil bedacht sind – wird sich nichts verändern. Fangen wir also jetzt damit an, hart zu arbeiten, so wie es Einstein empfiehlt. Aber diesmal ist damit keine Arbeit im Außen gemeint! Diesmal wurden wir grade „im Außen“ ruhig gestellt und „Schach matt“ gesetzt, damit wir endlich jene Arbeit leisten können, die schon lange so dringend erforderlich wäre: Arbeit an uns selbst. Hören wir also auf, über die Krise zu jammern! Hören wir auf, uns von Angst überwältigen zu lassen! Schalten wir endlich einmal das ewig dudelnde Radio/TV/Handy aus und lauschen wir statt dessen lieber ganz still in uns hinein! Dort sitzt, in jedem Menschen tief verborgen, die leise und liebevolle Stimme unserer Intuition. Sie weist uns ehrlich und klar den Weg zu allem, was jetzt wichtig ist, zu tun – und zwar ein jeder ganz für sich alleine. Sie zeigt uns auf, die Art und Weise wie wir handeln sollten. Nur haben wir durch unser ewiges Hecheln nach „Höher, Weiter, Schneller“ und durch unsere sklavische Gläubigkeit an „Zahlen, Daten, Fakten“ vollkommen verlernt, die liebende Stimme unserer Intuition zu vernehmen. Sie unterscheidet sich nämlich von der Stimme unseres ewig flüsternden Verstandes! JETZT ist die Zeit, dieser Stimme wirklich wieder zu lauschen und uns selbst zu vertrauen! Und DAS wird „der Weg aus der Krise“ sein – für jeden Einzelnen von uns!